Mein Blog

Wiederaufbau, Final Camp und Reisemonat

Hey Leute,

ich wollte euch heute mal ein kleines Update geben. :)

Vor ca. zwei Wochen haben wir dank zahlreicher Spenden die Möglichkeit gehabt an der Küste  neue Häuser zu bauen. Durch das Erdbeben am 16. April wurden zahlreiche Häuser zerstört und Familien sind obdachlos geworden.

Am Freitag sind wir gegen 22 Uhr aus Quito losgefahren und haben am Samstag und Sonntag sieben Häuser bauen können. Mehr Infos und auch ein Video findet ihr dazu auf unserer Facebookseite „Wiederaufbau in Ecuador“. :)

Danach ging es sofort zum Final Camp mit allen verbliebenden Freiwilligen und unserer Organisation VASE. Dort haben wir über unsere Erfahrungen im vergangenen Jahr gesprochen und über den Kulturschock, den die meisten erleben, wenn sie nach Deutschland zurückkehren.

Jetzt gerade sitze ich in Cali (Kolumbien) und geniesse mit Max unseren Reisemonat. Die ersten zwei Wochen sind wir hier in Cali bei Santi, der vor ca. drei Jahren einen Austausch an unserer Schule in Deutschland gemacht hat. Wir freuen uns alle sehr uns wieder getroffen zu haben! :) Danach werden wir uns noch etwas mehr in Kolumbien umsehen und auch die Karibikküste besuchen *-* Die letzten Wochen werden wir dann wieder in Ecuador verbringen um uns beispielsweise den Regenwald anzusehen, aber auch um noch ein paar letzte Tage mit Familie und Freunden zu verbringen.

Alles weitere erzähle ich euch dann in Deutschland! :)

Man sieht sich,
Lena

Día del niño – Tag des Kindes

Heute gab es eine Feier zum “Día del niño” im Kindergarten. Generell ist mir aufgefallen, dass hier solche Tage viel intensiver oder überhaupt gefeiert werden im Gegensatz zu Deutschland und so haben wir ein kleines Programm für die Kleinen vorbereitet.

In einer Aula gab es ein Becken mit Luftballons, in einer weitere Aula haben wir als Regenwald umdekoriert und es gab ein Handpuppenspiel, in unserer Aula konnten sich die Kinder schminken lassen und am Ende wurde noch für alle das Stück vom bösen Wolf und den drei kleinen Schweinchen aufgeführt und Wackelpudding verteilt. Den Kindern hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht und am Ende durften sie noch kleine Geschenke mit nach Hause nehmen, z.B. habe ich Lolli-Schmetterlinge gebastelt und eine andere Erzieherinn hat Minnie Mäuse mit Süßigkeiten gefüllt verteilt. :)

 

Joseline und Dana
Joseline und Dana
Darly und Daniela
Darly und Daniela
Lolli - Schmetterlinge
Lolli – Schmetterlinge

DSC_0055

DSC_0049

DSC_0042

Gesichter anmalen
Gesichter anmalen
Luftballonbecken
Luftballonbecken
Joseline und Anahi
Joseline und Anahi

 

 

Liebe Grüße,

Lena

 

Endlich in den Regenwald

Jetzt bin ich schon fast zehn Monate hier und hatte noch nicht den Regenwald gesehen, aber das hat sich letztes Wochenende zum Glück geändert. Am Freitag hatten wir einen Feiertag und so konnte unsere Reise schon am Donnerstag Abend beginnen. Diesmal ging es in das Städtchen „Tena“. Gegen fünf Uhr morgens kamen wir an und mussten erstmal die Besitzerin des Hostals wachschellen. Da erst eins von drei gebuchten Zimmern frei war, hat sie uns freundlicherweise erlaubt ein paar Stunden gemeinsam in dem Zimmer zu schlafen bzw. haben Max und Sophie die Hängematten im Garten vorgezogen. Nach einem leckeren Frühstück ging es in die Innenstadt und ins nächste Touricenter. Dort wurden uns zwei Touren angeboten, die wir prompt gebucht haben. Sofort ging es also los zu Tour Nr. 1 – eine Wanderung durch den Regenwald vorbei an Wasserfällen und Lagunen. Der Guide hat uns viel erklärt, zum Beuspiel über Pflanzen DCIM103GOPROGOPR5619.oder auch indigene Völker, die nach wie vor zurückgezogen in den Wäldern leben. Da wir uns nunmal im REGENwald befanden, hat es auch die meiste Zeit geregnet, aber das hat uns nichts ausgemacht, sondern eher noch zum Feeling beigetragen. Nach einiger Zeit hatten wir jedoch Glück und die Sonne hat sich doch noch blicken lassen. So konnten wir unter Wasserfällen duschen, in Lagunen springen und einfach den unfassbaren Ausblick genießen! Am Nachmittag kamen wir fast komplett in Schlamm gebadet, wieder am Auto an und sind weiter in ein Schwimmbad gefahren, weil man von dort eine Tropfsteinhöhle betreten kann. Bevor die Wanderung an Stalaktiten und Stalagmiten vorbei weiter gehen sollte, haben wir es uns DCIM103GOPROGOPR5698.nicht nehmen lassen die Wasserrutschen im Schwimmbad zu testen.. leider. Denn zunächst bin ich in einer Kruve unschön aufs Gesicht gefallen und jetzt ziert ein blauer Fleck meine Wange und danach ist Max auf die Schulter gefallen und hat sich diese ausgekugelt. Nach einigen Minuten ist die Schulter wieder reingesprungen, aber der Schmerz war groß und Max konnte den Arm nur beschwerlich bewegen. Trotzdem wollte er an der Tour durch die Tropfsteinhöhle teilnehmen. Also gesagt, getan. Kopflampe aufgestzt, Gummistiefel angezogen und los marschiert. Auch in der Höhle selbst gab es einen kleinen Wasserfall und ein vier Meter tiefes Loch mit Wasser gefüllt, indem man tauchen konnte. Am Abend sind wir dann gemeinsam essen gegangen und der Guide hat uns Geschichten erzählt von bislang vollkommen unkontaktierten Völkern, die tief im Regenwald leben und nichts von der Zivilisation wissen. Wirklich unfassbar interessant, aber leider ist es nicht möglich diese Gemeinden zu besuchen, da man nicht weiß, wie sie reagieren würden.

Als wir zurück ins Hostal kamen, waren auch David und Richard aufgetaucht, die später losgefahren waren und so konnten wir den Abend dann noch alle gemeinsam ausklingen lassen.

Am Samstag ging es zu der bereits zuvor gebuchten Raftingtour. Max hatte leider nach wie vor Schmerzen und konnte nicht mitmachen. Dafür hat er nach einem Arztbesuch in einem kleine Café die Karte rauf und runter gegessen. 😀

Die Raftingtour war wirklich cool. Wir haben uns auf zwei Boote aufgeteilt und sind den Rio Napo heruntergefahren, der bis in den Amazonas führt. Ca. vier Stunden lang sind wir über den Fluss geraftet und haben dabei einige Male ungewollt ein Bad nehmen müssen. Es war aber nicht nur super lustig, sondern auch atemberaubend schön. Wir sind erneut an einigen Wasserfällen vorbei gekommen, aber haben auch indigene Familien beim Fischen am Ufer beobachten können. Wir haben ebenfalls bei einer Gemeinde angehalten, die Armbänder knüpfen. Wir haben uns ihre Bänder und Ketten angesehen und sie haben uns mit Naturfarbenraften die Gesichter bemalt. Die indigenen Völker in Ecuador sprechen nicht ausschlieĺich spanisch, sondern auch quechua. Für mich war es faszinierend diese Sprache zu hören und zu versuchen ein bisschen was zu verstehen. Ein paar Wörter konnte ich heraushören, die die Leute auch hier im Alltag übernommen haben, aber den Großteil habe ich natürlich nicht verstanden.
Den Nachmittag und Abend haben wir gemeinsam im Hostal mit Kochen, quatschen und irgendwelchen Spielen von Sophie verbracht. :) Um drei Uhr ging es dann ins Bett.
Am Sonntag wollten wir eigentlich früh los, aber zunächst haben wir uns ein ausgiebiges Frühstück zubereitet (ich sag nur Rührei aus 30 Eiern 😉 ) und da jeder mal hier, mal da für alle bezahlt hatte, galt es alle Schulden zu begleichen. Als das geschafft war sind wir ins Dorf gefahren um festzustellen, dass der nächste Bus nach Quito erst um kurz vor vier geht. Gegen 22 Uhr sind wir hundemüde in Quito angekommen und nach der üblichen „Bin da“- Whatsapp an die Familie, ins Bett gefallen.

Eure Lena

P.S. Diesmal gibt es leider nicht so viele Fotos, da es wie gesagt viel geregnet hat und es beim Raften generell eher schiwerig ist. Ein paar Fotos konnten Paul und Max mit der GoPro ergattern. Aber lasst euch gesagt sein, es war sooo viel schöner, als es auf den Fotos aussieht. :)

In einem Vulkan übernachtet

Am letzten Wochenende ging es für mich zum zweiten Mal zum Kratersee „Quilotoa“ inmitten eines Vulkans. Freitag nach der Arbeit haben wir uns in den Bus zum nahgelegenden Städtchen Latacunga gestzt um dort die Nacht zu verbringen. Das Hostal war überraschend schön und wir hatten eine Dachterasse mit Sitzsäcken und gemütliche Zimmer. Bevor es schlafen ging haben wir noch eine Pizzeria aufgesucht und für ecuadorianische Verhältnisse eine unfassbar günstige und leckere Pizza gefunden, also Erfolg auf ganzer Linie in Latacunga. 😉
Samstag ging es dann relativ früh los, nachdem wir noch etwas ProvDSC_0815iant besorgt hatten, sind wir zum Quilotoa aufgebrochen. Glücklicherweise konnten wir unsere Zelte und Rucksäcke in der Touristeninformation abstellen und so nur mit leichtem Gepäck wandern. Wir hatten uns nämlich zum Ziel gesetzt um den Quilotoa herum zu wandern. Wie man auf den Fotos erkennen kann ist der Kraterrand eine kleine Berglandschaft und so ging es ca. fünf Stunden lang Berg auf und Berg ab, Berg auf und Berg ab. Ich kam dabei wirklich an meine Grenzen, aber am Ende war ich sehr froh es gemacht und geschafft zu haben. :)

Endlich also wieder an der Tourinfo angekommen, Rucksäcke geschnappt und den Weg hinunter zum See angetreten um die Zelte aufzuschlagen und ein Lagerfeuer zu machen. Da wir den 20160521_112_Quilotoakompletten Tag noch fast nichts gegessen hatten, freuten sich alle sehr darauf sich ums Feuer zu setzten um sich mit Stockbrot, Foliengemüse und Kartoffeln zu stärken. Bei Vollmond saßen wir also dort am See und so hat man fast vergessen, dass man es sich gerade in einem Vulkan gemütlich gemacht hatte.DSC_0853

Ein paar Stunden später haben wir uns dann alle in die Schlafsäcke verkrochen und haben eingermaßen gut geschlafen bis ich aus dem Nachbarzelt gegen 6:30 gehört habe: „Schau mal die Sonne, jetzt guck doch mal!“ Lenaaa, wo ist deine Kamera?“ 😀 Darüber war ich aber eigentlich sehr froh, denn so konnte ich quasi aus meinem Bett heraus einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem See beobachten.

Zum Frühtsück gab es eine Art furchtbarschmeckenden Haferschleim mit Milchpulver und ein paar übrig gebliebenden Marshmallows zum süßen. Jap, schmeckt so wie es sich anhört. 😀
Nach unserem Festmahl haben wir also die Zelte wieder zusammengepackt und sind Sonntagnachmittag wieder mit dem Bus in Quito angekommen. :)

Liebe Grüße,
Lena

P.S. Fotos auf flickr

Wir brauchen eure Unterstützung! #WiederaufbauinEcuador2016

neues Titelbild TECHO

Liebe Mitmenschen,

wir möchten uns hier und jetzt mit einer großen Bitte an Euch wenden.
Wir, das sind Liska, Lena, Sophie, Henrik, Max, Paul und Robin, eine Gruppe von Jugendlichen, die in Ecuador für ein Jahr einen geförderten Freiwilligendienst leisten.

Am Samstag, den 16. April 2016, ereignete sich an der Küste Ecuadors ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala. Es war das stärkste Erdbeben, das das Land seit 1979 erlebt hat.
Ein großer Teil der Menschen hat Familie, Freunde und ihr Zuhause verloren. Wir selber waren zu diesem Zeitpunkt in Canoa, einem der betroffenen Küstenorte und hatten das Glück, einige Tage später wieder unbeschadet nach Quito zurückkehren zu können.

Insgesamt war das eine Erfahrung, mit der für uns alle gemischte Gefühle verbunden sind. Auf der einen Seite das Leid und die Zerstörung vor Ort, auf der anderen wie herzlich uns die Leute in Canoa aufgenommen haben und ihre Vorräte mit uns geteilt haben, obwohl die Versorgungslage sehr kritisch war. Wir fühlen uns deshalb mit den Leuten in den betroffenen Gebieten verbunden und möchten ihnen etwas zurückgeben.

Darum planen wir zusammen mit dem ICYE Ecuador in Kooperation mit der lateinamerikanischen Freiwilligenorganisation TECHO den Aufbau von sicheren Unterkünften für die heimatlosen Familien und bitten für Ihre finanzielle Unterstützung.

Vielen Dank und liebe Grüße Liska, Lena, Sophie, Henrik, Max, Paul und Robin

–> ZUM SPENDEN KLICKEN  

Nach Abstimmung mit den ecuadorianischen Behörden wurden folgende Schritte eingeleitet:

1. Die Evaluation der Lage durch Befragung der Betroffenen und Mobilisierung von ca. 600 freiwilligen Helfer*innen.

2. Der Bau von Notbehausungen für Menschen ohne Unterkunft in den betroffenen Gebieten.

Besonders der zweite Schritt ist von den verfügbaren finanziellen Mitteln abhängig. Gemeinsam mit den ICYE Ecuador (VASE) rufen wir zum Spenden für den Wiederaufbau der zerstörten Gemeinden auf, damit möglichst viele Notbehausungen gebaut und weitere Maßnamen ergriffen werden können.

BlogCollage

Vielen Dank!

 

#FuerzaEcuador

#SismoEcuador

#WiederaufbauinEcuador2016

#WIE2016

Noch mehr Infos? Häufig gestellte Fragen.

Für mehr Infos könnt ihr zunächst mal auf unserer Facebookseite vorbeischauen: https://www.facebook.com/Hilfe.fuer.ecuador/?ref=aymt_homepage_panel

– Was kostet ein Haus?
Ein Haus wird ca. 2700$ kosten.

– Wofür werden die Spenden verwendet?
Die Spenden werden ausschließlich für das Baumaterial und die Ausstattung der Häuser verwendet. Kosten für Anreise und Verpflegung trägt jeder Frewilliger selbst.

  • Wie viele Häuser baut ihr?
    Das hängt einzig und allein von den Spenden ab.
  • Wann geht es los?
    Geplant ist es, dass es in zwei bis drei Wochen los geht und wir an die Küste fahren um mit dem Bau der Häuser zu beginnen. Ein genaues Datum gibt es jedoch noch nicht.
    • Wie viele Personen braucht man und wie lange dauert es?
      Um ein Haus zu bauen benötigt es 10 freiwillige Helfer und ca 16 Stunden.

 

    • Noch mehr Fragen? Ab in die Kommentare damit!

Erdbeben in Ecuador – 16.04.2016

Hey Leute,

ich wollte mich jetzt auch mal offiziell zurückmelden um all die Sorgen und offenen Fragen aus dem Weg zu räumen.

Am vergangenen Donnerstag bin ich mit Liska zum Küstenort Canoa aufgebrochen um mal so richtig auszuspannen, da es auf der Arbeit in den letzten Wochen sehr stressig zu ging. In den darauf folgenden Tagen sind auch Max, Sophie, Paul, Robin, Henrik und Max Gastbruder Danilo nachgekommen. Wie gesagt wollten wir alles sehr entspannt angehen lassen. Wir haben am Samstag gemütlich gefrühstückt und dann den ganzen Tag am Strand oder in den Hängematten vebracht. Die Jungs haben sich Surfbretter ausgeliehen und so waren wir bis abends im Wasser. Ich bin kurz vor Sonnenuntergang zum Hostal zurückgegangen um zu duschen, da ich Probleme mit meiner Salzwasserallergie bekommen hatte. Ich habe geduscht und mich unters Vordach des Hostals gesetzt um Licht zum Lesen zu haben, inzwischen war die Sonne nämlich untergangen.

Plötzlich wurde es relativ laut, es war ein Brummen zu hören und kurz danach begann die Erde zu beben. Ich verstand zunächst gar nicht was geschah und habe dementsprechend spät reagiert. Alle haben angefangen zu schreien und sind auf die Straßen gerannt. Sofort ist der Strom ausgefallen und das Vordach des Hostals eingestürzt. Zum Glück konnte ich mich schnell selbst darunter befreien, da es nur aus leichtem Bambus war und habe mich so auch nicht verletzt. Auch ich bin also auf die Straße gerannt. Es war unmöglich stehen zu bleiben, so stark war das Beben. Sofort bin ich wieder hingefallen und habe nach dem Rest der Gruppe geschrien. Diese waren gerade auf dem Rückweg vom Strand zum Hostal und deshalb sofort da. Ohne wirklich nachzudenken sind wir den Menschenmassen gefolgt um Entfernung vom Strand zu gewinnen. Einige Häuser und der Großteil der Strommasten war eingestürzt und wir haben versucht nirgendwo hineinzurennen in der Dunkelheit. Nach einigen hundert Metern haben Max, Paul, Sophie und Danilo sich dazu entschieden in das Hostal zurückzukehren um Kleidung, Wasser, Essen und Taschenlampen zu holen. Wir wollten dort warten.. Jedoch kam ein Mann auf einem Pick-Up angefahren und schrie: „Die Welle kommt. Die Welle kommt!!“ Also sind wir gerannt, so schnell wir konnten in die entgegen gesetzte Richtung vom Strand. Bei einem anderen Auto durften wir auf die Ladefläche klettern und mitfahren, auch eine ecuadorianische Familie ist eingestiegen und wir haben gemeinsam gebetet und gesungen. Da die Straßen und Brücken jedoch stark beschädigt waren ging es nach einigen Minuten nicht weiter und wir sind zu Fuß weiter in die Berge gelaufen. Zwischendurch haben wir eine Frau getroffen, die uns mit einer Kopflampe und Flip-Flops ausgeholfen hat. Nach ca. 3 Stunden sind wir an einm Haus angekommen, wo schon viele Menschen gewartet haben. In der Hoffnung den Rest von unserer Gruppe erreichen zu können, haben wir uns das Handy eines Mannes geliehen und Henrik ist auf einen weiteren Hügel geklettert. Jedoch gab es kein Signal. So haben wir die Nacht im Freien verbracht und auf den Sonnenaufgang gewartet. Bei den Nachbeben haben wir uns zwar immer wieder sehr erschrocken, aber da wir weit entfernt von Häusern und Bäumen waren hatten wir nichts zu befürchten.

Bei Sonnenuntergang ging es zurück nach Canoa. Bei Tageslicht konnten wir erst das Ganze Ausmaß der Zerstörung und des Leides sehen. Viele Menschen haben nicht nur ihr Zuhause und ihr ganzes Hab unDSC01300d Gut verloren, sondern auch Familie und Freunde. Von Ärzten und dem Militär fehlte jede Spur…

Im Hostal haben wir drei Mädchen getroffen, die die Nacht mit Max und den Anderen verbracht hatten und mich zu ihnen führen konnten. Außerdem hatten sie ein funktionierendes Handy und so konnte ich Belen (die Chefin unserer Organisation) erreichen, die dann allen anderen Eltern Bescheid sagen konnte und auch meine Mama anrufen. Die wohl schönsten Anrufe meines Lebens! Auf einem nahgelegenden Hügel habe ich dann Max, Paul, Sophie und Danilo wiedergetroffen. Zum Glück ging es auch hier allen gut. Wir hatten verdammt viel Glück.

Gemeinsam ging es zurück zum Hostal, wo Robin, Henrik und Liska gewartet haben.

Und jetzt? Ist es hier sicher? Kann es mehr Beben geben? Wir waren alle sehr geschafft, hattem weder geschlafen, nooch ausreichend Wasser oder Essen. Aus Angst und Unsicherheit haben wir uns zunächst dazu entschieden von dort wegzufahren. Wir haben für die Leute vom Hostal etwas Wasser zusammengesucht und all unsere Medikamene etc abgegeben. Mehr nützliche Dinge hatten wir leider selbst nicht dabei. An der Hauptsraße haben wir ein Auto gefunden, dass zu der organischen Farm ‚Rio Muchacho‘ gefahren ist (ca. eine halbe Stunde vo Canoa) und sind auf die Ladefläche gesprungen. Auch dort waren viele Häuser zerstört, aber es gab Trinkwasser und ein wenig Essen. Zunächst haben wir geschlafen und gegen Abend hat die Besitzerin Nicola uns Nudeln gemacht. Danach haben wir direkt weiter geschlafen bis zum nächsten Morgen.

Inzwischen war es also Montag und wir wollten irgendwas tun. Uns erschien es jedoch unhöflich mit allen nach Canoa zurückzukehren, da die Leute auf der Farm ebenfalls Hilfe brauchten und alles was sie besaßen mit uns geteilt hatten. So sind Danilo und ich dort geblieben und der Rest der Gruppe hat sich auf den Weg nach Canoa gemacht um dort mit anzupacken. DSC01313Der Tag war anstrengend und wir haben vor allem versucht Lebensmittel und Wasser zu sichern und die Tiere wieder einzufangen. Am Abend haben wir uns wieder aufs Feld gelegt und überlegt wie es nun weitergehen soll. Wir haben uns entschieden am nächsten Tag abzureisen, da die Ressourcen knapp wurden und wir der Familie nichts wegnehmen wollten. Am nächsten Morgen haben wir uns verabschiedet und versprochen zurückzukehren um beim Aufbau zu helfen und um irgendetwas von dieser unfassbaren Gastfreundschaft zurückgeben zu können. Und das werden wir auch in den nächsten zwei Wochen tun! Zurück in Canoa sah die Lage schon verhältnismäßig besser aus, das Militär, Ärtze und Autos und Helikopter mit Essen, Trinken und Medizin waren eingetroffen. Eigentlich waren wir mit einem Arzt verabredet um dort weiter zu helfen, aber viele Medizinstudenten waren ebenfalls angereist um zu helfen und so waren deutlich besser qualifizierte Menschen als wir vor Ort. Nachdem wir auch beim Militär und der Feuerwehr unsere Hilfe angeboten hatten welche dankend abgelehnt wurde haben wir entschieden nach Hause zu fahren, da wir auch selbst sehr mitgenommen und geschafft waren. Von Quito aus können wir mehr tun und langfristiger helfen. Mit zwei Autos und zwei Bussen haben wir es zurück geschafft.

DSC01387Etwas Gutes hatte das Ganze jedoch auch, wir haben Coco kennengelernt. Eine Straßenhündin, die uns während der ganzen Zeit gefolgt ist. Ob nun in Canoa oder auf der Farm. Also haben wir entschieden die Kleine mit nach Hause zu nehmen. Hier haben wir sie zum Arzt gebracht und jetzt lebt sie mit Sophie und wird auch mit ihr nach Deutschland fliegen.

Ich schreibe diesen Artikel damit ihr einen Einblick bekommt und ihr euch keine Sorgen machen müsst. Persönliche Erfahrungen und Schicksale möchte ich in diesem Blog bewusst auslassen, da es meiner Meinung nach nicht in die Öffentlichkeit gehört und ich selbst noch einige Zeit brauchen werde um das zu verarbeiten. Danke an alle die an mich gedacht haben. <3

WICHTIG: Wir werden bald damit beginnen Spenden zu sammeln um vor Ort mit der Organisation TECHO Häuser für die heimatlosen Familien zu errichten. Dazu kommt bald ein eigener Artikel mit allen Infos. Ich zähle auf eure Unterstütung!!

Alles Liebe,

Lena

Mehr Nabon als Cuenca

Über Ostern bin ich mit meinen Mitbewohnerinnen Marion und Colline zu einem Freund nach Cuenca gefahren. Eigentlich hatten wir bereits Bustickets für die Nacht von Donnerstag auf Freitag gekauft , aber am Abend hat sich spontan ein Bekannter gemeldet , der sich mit dem Auto auf den Weg macht und uns mitnehmen konnte. So sind wir also schon gegen 4 Uhr morgens todmüde in Cuenca angekommen. Nach einer Stunde powernapping ging es dann mit Sack und Pack wieder ins Auto. Zuerst sind wir zur gesamten Familie in Cuenca gefahren um verschiedene Dinge für die Taufe am Samstag abzuholen , auf die wir eingeladen wurden und danach ging es dann auf in das schöne Dörfchen Nabon. Die Familie besitzt mehrere große Farmhäuser und so war für uns alle ausreichend Platz da. Wie ihr jedoDSC_0507ch bereits gelernt haben dürftet: ausruhen ist bei Wochenendtrips nicht. Uns wurde nur gesagt , dass wir uns warm anziehen sollen und so sind wir dann erstmal ahnungslos ins nächste Auto gestiegen und zur Farm in den Bergen gefahren und von dort aus ging der Spaß dann los. Wir sind den ganzen Tag mit Jeeps und Motorrädern durch die Berge gebrettert. Ob auf großen freien Flächen oder durch Flüsse. Wir sind jedoch den Großteil der Fahrt in den Autos geblieben , da wir keine Schutzkleidung hatten. Nur DSC_0649oben auf dem Berg durften wir eine Runde auf dem Motorrad drehen. Ganz oben angekommen haben wir die Fahrzeuge abgestellt und sind zu einer Lagune und einem Wasserfall gewandert. Danach ging es wieder zurück nach Nabon und erstmal heiß duschen. Am Abend haben wir noch ein kleines Lagerfeuer gemacht und geholfen das Essen für den nächsten Tag vorzubereiten.

Am Samstag stand dann die Taufe an. So habe ich die Gummistiefel in Highheels gewechselt und Jeans und Pulli in ein Kleid. Die Feier hat auf der Farm weiter oben in den Bergen stattgefunden, da sie dort eine eigene Kirche und einen großen Festsaal besitzeDSC_0652n. Zunächst kam also der Priester und es hat die eigentliche Taufe des kleinen Roque Sebastian (genannt juju) stattgefunden. Danach haben wir gegessen und mit der ganzen Familie gefeiert. Es wurde viel getanzt und am späteren Abend wurde ein kleines Feuerwerk gezeigt und wir haben am Lagerfeuer Gitarre gespielt und gesungen. Den Sonntag haben wir ebenfalls mit der gesamten Familie oben auf der Farm verbracht. Aber diesmal haben wir es ruhig angehen lassen. Wir saßen die meiste Zeit in der Sonne oder haben ein wenig im Garten getanzt. Am Abend ging es dann zurück nach Cuenca. Da wir das gesamte Wochenende sehr wenig geschlafen haben und einiges nachzuholen hatten, haben wir den Sonntagabend und auch den Montagmorgen im Bett verbracht und sind am Montag nach dem Mittagessen wieder zurück nach Quito gefahren.

Insgesamt war es ein wunderschönes und sehr abwechslungsreiches Osterwochenede. Es hat gut getan mal wieder „Teil einer Familie“ zu sein. Ende April werde ich noch einmal hinfahren um dann auch etwas von Cuenca zu sehen.

Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage!

Lena

Galapagos

Max, Connor und ich haben eine Woche im Paradies verbracht. Wir sind auf die Galapagosinseln geflogen!

Tag 1:

Am 14.02 ging es los. Riiing, riiing! Ich war selten so aufgeregt, wenn mein Wecker mich so früh am Morgen aus dem Schlaf reist. Aber an diesem Tag ging alles schnell: Die restlichen Sachen in den Koffer gepackt und um 6 Uhr ab ins Taxi zum Flughafen in Quito. Nachdem wir endlich eingecheckt hatten und durch alle Gepäckkontrollen gekommen sind, ging es um 9 Uhr in den Flieger Richtung Isla Baltra. Am Flughafen sind wir in einen kleinen Bus zum Hafen gestiegen, dann mit einem Boot auf die nächstgelegende Insel Santa Cruz übergesetzt und dann nochmal mit dem Bus zum Hafen Puerto Ayora gefahren, wo sich unser Hostal befand. Das haben wir zum Glück auch sofort gefunden. Da wir natürlich keine Zeit verlieren wollten um alles zu erkunden, haben wir nur unsere Rucksäcke ins Hotelzimmer geschmissen und sind los zur nächsten Touristeninfo gestapft. Aus mehreren Reiseführern und auch dort wurde uns gesagt, dass der Strand Tortuga Bay ein absolutes Highlight sein soll. Gut gelaunt sind wir ins nächste Taxi gestiegen. Der Taxifahrer hat uns jedoch erzählt, dass es viel zu spät sei um Tortuga Bay zu besichtigen und er uns nur zu einem anderen Strand bringen könnte, die Fahrt dorthin jedoch 30$ kostet. Nachdem wir ein Mal um den Block gefahren sind, sind wir also DSC_0742wieder ausgestiegen, da wir beschlossen haben, dass wir dem guten Herren nicht so ganz trauen können. Also haben wir uns entschieden mit einem kleinen Boot zum „Playa de los Alemanes“ zu fahren und zu den „Grietas“ zu laufen. Dort konnten wir zwischen zwei Felsspalten in angenehm kühlen Wasser schwimmen, schnorcheln und uns das erste Mal von der Natur verzaubern lassen. Danach sind wir zum Hauptstrand zurückgelaufen und ich hatte das Glück, meine erste Meeresschildkröte und Rochen beobachten zu können. An der Strandpromenade wollten wir den Abend mit einem leckeren Abendessen ausklingen lassen und sind in ein Restaurant gegangen.

Tag 2:

Ausschlafen? Nicht mit uns, wenn es so viel zu entdecken gibt! Also ging es an Tag 2 zum Tortuga Bay. Nach ca. 45 Minuten Fußmarsch haben wir den weißen Strand erreicht, der mit Leguanen gerade zu bedeckt war und sind aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen. Überall konnten man die Tiere entdecken, manche sind geschwommen, aber die Meisten lagen den ganzen Tag in der Sonne und haben Wärme und Energie getankt. „Ein Leguan müsste man sein.“ Auch dort sind wir DSC_0847natürlich schnorcheln gegangen und haben vier kleine Haie entdeckt, denen wir ganz aufgeregt mit Max GoPro gefolgt sind. Nun mussten wir den ganzen Weg in der Mittagshitze auch wieder zurücklaufen. Dumm gelaufen, denn Schatten gab es leider nicht.. Dementsprechend geschafft waren wir, als wir wieder im Hafen von Santa Cruz ankamen um unsere vorab gebuchte „Tour de Bahía“ zu beginnen. Wir sind mit ca. 15 Leuten in ein kleines Boot gestiegen und zunächst zur Seelöweninsel gefahren. Danach ging es noch zu mehreren kleinen Inseln, auf denen wir z.B. Blaufußtölpel beobachten konnten. Mein persönliches Highlight war jedoch das Schwimmen mit den Schildkröten. Es waren so viele Schildkröten um uns herum, die man ganz enstpannt beobachten und natürlich auch fotografieren konnte. Zum Abschluss sind wir noch zum „Playa de los Perros“ gefahren um nistende Leguane zu beobachten. Unser Guide hat uns die gesamte Zeit viel erklärt und hat uns interessante Informationen über diesen einzigartigen Ort gegeben. Am Abend sind wir dann geschafft ins Bett gefallen.

Tag 3:

Und wer hätte es gedacht? Früh raus aus den Federn, damit wir um 7 Uhr das Boot zur Insel Isabella nehmen konnten. In unserem Hostal angekommen, haben wir zunächst gekocht, da wir nun eine Küche hatten. Danach haben wir eine Tour gebucht und uns bis es los ging, noch etwas am Hafen ausgeruht und wortwörtlich mit den Seelöwen gechillt. Max ist nämlich kurzer Hand selbst zum Seelöwen mutiert und hat sich einfach dazugelegt. Der Guide, der uns auf der Tour begleitet hat, war lobosuper nett und hat uns viele Geschichten erzählt. Zum Beispiel auch, dass sein Opa der Präsident von Ecuador war. Ob das jetzt alles so stimmt, sei mal dahin gestellt. Beim Schnorcheln haben wir viele verschiedene Fische, Rochen, wache und schlafende Schildkröten und Haie gesehen. Danach sind wir noch ein bisschen mit dem Boot gefahren und an einer anderen Bucht aussgestiegen. Dort konnten wir erneut nistende Leguane beobachten. An einem kleinen Strand hat der Guide das Geräusch einer Seelöwenmutter nachgemacht und schon kam ein Babyseelöwe angewatschelt, in den ich mich übrigens sofort verliebt habe. Danach haben wir vom Boot aus noch eine außergewöhnlich große Pinguingruppe beobachten dürfen.

Tag 4:

Für diesen Tag hatten wir geplant uns Fahrräder auszuleihen und entspannt die Küste entlang zu fahren. Aber der Shopbesitzer namens Junior, bei dem wir die Fahrräder ausgeliehen haben, hatte eine Tour mit seinen Freunden geplant und uns spontan dazu eingeladen. Also durften wir die Fahrräder auf ihren Jeep laden und sind den Vulkan hinauf gefahren. Und dann? Natürlich auf die Mountainbikes und den Vulkan wieder hinunter. Im Gegenteil zu mir, hat Connor es jedoch nicht so langsam angehen lassen und ist direkt in der ersten Kurve unschön gestürzt, sodass er die folgenden 6 Stunden mit kaputter Hose und WundenDSC_0089 an Bein und Hand weiterfahren musste Zwischendurch haben wir angehalten um ein paar Orangen zu pflücken und eine Pause zu machen. Auch an einer Lavahöhle mit Gold an den Wänden, an einer Flamingolagune und an einer Schildkrötenaufzuchtstation haben wir Halt gemacht. Danach haben wir uns am Strand erstmal unsere wohlverdiente Cola gegönnt. Den Abend haben wir dann, wie könnte es anders sein, erneut mit Schnorcheln an der „Concha y Perla“ vebracht und sind mit einem Seelöwen zusammen getaucht. Danach haben wir uns noch am Strand den Sonnenuntergang angesehen.

Tag 5:

Auch am Donnerstag haben wir eine geführte Tour gemacht. Dieses Mal sind wir ganz nah an die kleinen Pinguine heran gekommen und konnten sie bestaunen. Auch Schildkröten und größere Haie haben wir gesehen. Der Guide ist einzeln mit uns in eine kleine Höhle getaucht, in der die Haie sich aufgehalten haben. .Diese sollten eigentlich schlafen, aber einer von ihnen ist geradewegs auf mich zugeschwommen. Auch ein Seepferdchen, Blaufußtölpel und Seelöwen haben wir gesehen. Nachdem wir auf dem Boot zu Mittag gegessen haben und erneut geschnorchelt sind, haben wir an „Los Tunneles“ angehalten“. Dies ist ein Lavafeld, dass unter anderem Brücken und Höhlen geformt hat und auf dem Kakteen wachsen.

Tag 6:

An unserem vorletzten Tag ging es mit dem Boot morgens um 5:30 zurück nach Santa Cruz. Die Überfahrt hat etwas länger gedauert, da der Motor auf offener See kaputt gegangen ist und dieser erst mal repariert werden musste. Dort haben wir wieder im gleichen Hostal, wie in den ersten Tagen, eingecheckt. Bevor es wieder auf Erkundungstour gehen konnte, mussten wir uns aber zunächst ein paar Brötchen besorgen und einen Geldautomaten finden. Nachdem Punkt 1 erfolgreich war und Punkt 2 kläglich gescheitert ist, kam die Frage auf: Was tun auf Galapagos, das kaum Geld kostet? Wir sind zu einer Touristeninfo gelaufen, wo wir den Besitzer schon kannten und habenDSC_0233 ihm unser Problem erklärt. Netterweise hat er einen Freund angerufen, der mit uns in seinem Auto eine private Rundfahrt gemacht hat und das für kleines Geld. Zunächst sind wir zu einem großen Kraterloch gefahren und dann zur Schildkrötenaufzuchtstation „El Chato“. Dort haben wir nicht nur die berühmten Elefantenschildkröten beobachten können, sondern durften auch selbst in einen originalen Panzer krabbeln. Danach haben wir noch die dunklen und wundervoll kühlen Lavatunnel durchquert. Der Taxifahrer hat uns dann am Charles Darwin Center abgesetzt. Jedoch muss ich leider zuegeben, dass wir mit unseren Kräften ein wenig am Ende waren und uns dort nicht mehr alles ansehen konnten. Am Abend sind wir zum Abschluss noch ein Mal Burger essen gegangen und haben dann, so wie es sich als Touri gehört, unser restliches Geld für Souvenirs ausgegeben.

Tag 7:
An unserem letzten Tag ist nicht mehr viel passiert. Wir sind wieder nach Baltra übergesetzt und habDSC_0713en dort unseren Flieger zurück nach Quito genommen.

„Tschüss Galapagos, es war wunderschön mit dir!“

(Tut mir leid, dass der Bericht so extrem lang geworden ist. Aber es soll ja auch eine Erinnerung für mich sein und da es so ein unfassbares Erlebnis für mich war, wollte ich mich auch an kleinere Details erinnern können. )

Paradisische Grüße,
Lena

Karneval

Hallo ihr Lieben,

auch hier in Ecuador wurde an diesem Wochenende Karneval gefeiert. Am Freitag haben wir mit den Kindern im Kindergarten gefeiert. Wir haben kleine blaue Masken gebasDSCN0435telt und ein paar wenige waren auch verkleidet. Sich in Kostüme zu werfen ist hier allerdings nicht so üblich wie in Deutschland. Nur Personen, die ein Teil des Karnevalsumzuges sind verkleiden sich. Zur Karnevalszeit kann man hier überall Schaum in Sprühflaschen kaufen, mit denen sich alle gegenseitig attackieren. Außerdem Wird mit Wasser, Farbe, Eiern und Mehl um sich geschmissen. So auch im Kindergarten. :) Nachdem die Kinder zu Hause waren ist der Spaß  jedoch ein bisschen ausgartet und wir mussten den Abend damit verbringen die Wände neu zu streichen, da alles mit Farbklecksen bedeckt war. 😀
Von Sonntag bis Dienstag sind wir nach Ambato gefahren um den „Karneval der Früchte und Blumen“ zu erleben. In der ganzen Stadt werden Kunstwerke aus Blumen aufgestellt und während des Karnevalumzuges kann man große Autos mit verschieden Tieren bewundern, die alle aus Früchten hergestellt wurden. (Davon gibt es leider keine Fotos, weil es so dunkel war). Einen Tag haben wir in Guaranda verbracht um dort die Tänzer zu bestaunen.

Leider habe ich gerade kaum Zeit um meinen Blog zu schreiben, aber ihr könnt euch gerne die Fotos ansehen und so habt ihr zumindest schon mal einen kleinen Einblick bekommen. :)

Bis bald,

Lena

Canoa – Vamos a la playa

Am Freitag nach der Arbeit hieß es erstmal: „Wach bleiben!“ Denn um 23:30 ging der Bus vom zwei Stunden entfernten Busterminal Quitumbe zum Strand in Canoa. Da ich ziemlich müde war, verging die Hinfahrt wie im Flug und gegen 5 Uhr morgens erreichten wir den gemütlichen kleinen Surferort. Zum Glück war unser Hostalzimmer im „Coco Loco“ schon frei und wir durften DSC_0543es direkt beziehen und konnten noch zwei Stündchen dösen, bevor wir dann um 7 Uhr zum Strand aufgebrochen sind. Ok, was heißt aufgebrochen? Man ist vom Hostal aus schon fast ins Meer gefallen, so nah war es. So haben wir den Vormittag natürlich mit Schwimmen verbracht. In der Mittagssonne lässt sich die Äquatorsonne jedoch nur schwer ertragen, deshalb haben wir es uns in den zahlreichen Hängematten im Hostal bequem gemacht und gelesen oder einige spannende Wettkämpfe am Billiardtisch ausgetragen. (Nur ein Spaß, ich bin super schlecht in dem Spiel 😀 ).

Am Nachmittag und Abend ging es wieder an den Strand und natürlich konnten wir auch den Sonnenuntergang genießen. Danach haben wir gemeinsam gekocht und sind mit einen anderen Jugendlichen aus aller Welt losgezogen um am Strand feiern zu gehen. Viele kleine Bars bieten die Möglichkeit im Sand zu tanzen und die Seele baumeln zu lassen.

Am Sonntag bin ich jedoch wieder früh aufgestanden, um nicht gegen Mittag am Strand sein zu müssen. Eigentlich ist der Tag genauso entspannt verlaufen wie der Tag zuvoDSC_0594r. Schwimmen, Lesen, Hängematten, Essen.. Die Jungs haben sich auch Surfbretter ausgeliehen und haben ihr Glück in den Wellen versucht. Beim Surfen habe ich jedoch ausgesetzt, da ich Angst hatte mit meinem noch etwas instabilen Fusgelenk umzuknicken. Nach dem Sonnenuntergang haben wir in unsere kleine Strandbar gesetzt und lecker gegessen bevor es dann wieder in den Nachtbus zurück nach Quito ging. Gegen halb vier waren wir wieder am Terminal angekommen und sind mit dem Taxi zurück nach Hause gefahren um noch zwei Stunden zu schlafen, bevor es dann totmüde auf zur Arbeit ging.

Ein wunderschönes und entspanntes Wochenende, das leider viel zu schnell vorbeiging. Canoa ist aber auf jeden Fall der schönste Strand, den ich bis jetzt hier besucht habe. :)

Sonnige Grüße,

Lena

P.S. Bilder auf Flickr!